Heute war ich seit langer Zeit mal wieder Richtung Düsseldorf-Grafenberg unterwegs. Eigentlich wollte ich ja hoch zur Trabrennbahn, in der Hoffnung ein paar schöne Motive zu finden. Weit bin ich dann (zum Glück) nicht gekommen. Von der Grafenberger Allee aus links in die Ernst-Poensgens-Allee rein befindet sich der Sportplatz vom Düsseldorfer Turnverein von 1847 e.V.. Kannte ich bis dato noch nicht. Irgendwie kam mir dann die Überlegung Bilder von einem Sportplatz zu machen. Ich also das Auto geparkt und da man meiner Meinung nach auf einem Privatgelände nicht einfach so ohne zu fragen drauf los fotografiert, bin ich erst mal ins Vereinsheim, den Platzwart suchen. Den dann auch gefunden und erst mal artig gefragt ob ich hier denn mal Fotos machen dürfe. Ein freundliches „Ja selbstverständlich … mach mal“ und ich konnte mich guten Gewissens frei auf dem Sportplatz bewegen. Außer einem Tennisspieler der Aufschläge übte, war allerdings auch niemand da. Gut so. Bin dann ca. 1 Stunde auf dem Platz gewesen und habe mich dann natürlich auch wieder nett verabschiedet. Genau in dem Augenblick fing es dann auch so richtig an zu regnen. Alles in allem hat’s Spaß gemacht und ist gut gelaufen … ich kann sogar jederzeit wieder kommen. Die Trabrennbahn ist dann halt an einem der nächsten Wochenenden dran. Bis bald …










Die s90 habe ich mir vor ca. 3-4 Wochen zugelegt und kann euch sagen, … ich habe den Kauf bisher nicht eine Sekunde bereut. Ich hoffe Canon, das bleibt auch so.
Ich möchte hier aber nicht die technischen Daten und Finessen der Kamera im Detail beschreiben und den x-ten Testbericht schreiben, sondern mein subjektives Gefühl und meine Meinung zu Kompaktkameras im Allgemeinen rüber bringen.
Die s90 ist klein, sehr klein (manchen sogar zu klein), top verarbeitet und es macht einfach Spaß mit dem kleinen Ding zu fotografieren. Highlight und bisher Alleinstellungsmerkmal am Markt ist sicher der Drehring am Objektiv. Man kann den ja mit verschiedenen Funktionen Belegen und ich habe, wie die meisten sicherlich auch, die Funktion „Zoomstufe“ gewählt. Vom Feeling her ist es für mich so, als würde ich mit 5 Festbrennweiten (28/25/50/85/105 mm) unterwegs sein. Natürlich kann man auch die Zoomwippe am Auslöser benutzen, aber der ist, wie bei allen mir bekannten Kompakten, relativ ungenau und es nervt damit zu arbeiten. Da bin ich sportlich und gehe dann lieber 1-3 Schritte vor und zurück. Ich fotografiere meistens mit der 35 mm Brennweite wenn ich, wie so gerne, in der Stadt unterwegs bin. Wenn man sich dann noch mal ausrechnet was 5 Festbrennweiten (egal welcher Hersteller) kosten, dann dreht man doch mit Begeisterung an dem Rädchen.
Prima finde ich auch das Canon einem den Objektivdeckel erspart hat. Bei Lumix LX3 und Ricoh GX200 (vergleichbare Kameras) hat mich das immer gestört.
Die Position des Blitzes (links, genau da wo man i. d. R. den Zeigefinger ablegt) möchte ich mal als suboptimal bezeichnen. Wer sich das ausgedacht hat … naja. Nun muss ich allerdings sagen das ich relativ selten bei einer Kompakten den Blitz benutze. Die meisten Kompakten bieten da ja auch recht wenig Einstellmöglichkeiten. Bei der s90 kann man aber die Blitzbelichtungskorrektur in +- 2 Stufen manuell regeln. Auch die Möglichkeit auf den 1. oder 2. Verschlussvorhang auszulösen ist gegeben. Insoweit also dufte. Na vielleicht ergibt es sich ja noch das ich den Blitz öfter mal benutze, ggf. schreibe ich dann noch ein paar Worte dazu.
Jetzt hat ja jede Kamera, egal mit welch innovative Features sie aufwartet, eigentlich nur einen Job … Fotos machen. Ich hab keine Ahnung und auch keine Lust mich über Testcharts und Vergleiche mit anderen Kameras auszulassen. Das machen andere viel besser. Ich kann nur sagen das ich sehr zufrieden mit der Bildqualität bin und finde es ehrlich gesagt auch immer etwas komisch wenn über die Vignettierung und Verzeichnung einer Kamera, bzw. Objektiv diskutiert wird, wenn am Ende eh alle Bilder durch Lightroom (oder andere Programme) gezogen werden. Meistens werden doch sowieso die Schwarzwerte und Kontraste aufs „Maximum“ gedreht und wenn ich mal bei Flickr rumklicke, dann sind es oft gerade die Fotos die eine starke Vignettierung aufweisen, die interessantesten. Jedem aber seine Meinung und Diskussion.
Fotos machen soll eine Kamera und das kann man letztendlich auch mit einer 10 Euro Wegwerfkamera.
Was ich an der s90 insgesamt so toll finde … sie ist klein und darum eigentlich immer dabei, liefert eine für meinen Geschmack sehr gute Bildqualität ab und man kann, gerade wenn man wie ich vorwiegend in der Stadt unterwegs ist und nicht immer schöne Landschaftsbilder machen kann, sehr unauffällig agieren. Ich habe ja auch eine Canon 5D … im Vergleich natürlich ein Brocken. Und genau das ist auch der Grund warum die „Große“ meistens zu Hause bleibt.
Ich habe ja in der Überschrift auch das Thema Kompaktkamera (im Allgemeinen) angesprochen. Darauf möchte ich an dieser Stelle mal etwas eingehen.
Ich bin kein Profi und muss daher auch nicht mit der Fotografie mein Geld verdienen. Das trifft sicherlich auf die meisten “Photographer“ zu.
Von daher macht es meiner Meinung nach Sinn, sich unabhängig von jeder Technikverliebtheit, mal Gedanken zu machen für wen man eigentlich fotografiert .. für sich selber, für Flickr, oder den eigenen Blog? Wie oft druckt man seine Fotos wirklich auf Din A4 oder größer aus? . Benötigt man wirklich immer die Qualität einer DSLR, macht es tatsächlich Sinn viele Tausend Euro in Equipment zu investieren und vor allem … wem nützt das?
Seitdem ich diese kleine s90 habe hat sich die Art und Weise, was und wie ich fotografiere, komplett geändert. War ich vorher mit DSLR und mindestens 2-3 Objektiven plus Kleinzeug unterwegs, wollte ich natürlich keine Schnappschüsse machen, sondern möglichst anspruchsvolle, technisch gute und ich nenne das mal, entsprechend der Ausrüstung, “teure” Fotos machen. Jetzt, mit meiner kleinen, Kompakten, fotografiere ich einfach alles. Auch mal völlig, vermeintlich uninteressantes, „Schnappschüsse“, ohne tiefen, technischen Hintergrund …. sozusagen “billige” Fotos. Der selbst auferlegte Druck auf einem bestimmten Niveau fotografieren zu wollen ist weg. Ich weiß nicht wie ich das genauer beschreiben soll, aber ich glaube für mich erkannt zu haben, dass einen die Technik doch ganz schön vereinnahmen, ja hier und da auch behindern kann. Teure Ausrüstung, vor allem wenn man sie eigentlich gar nicht benötigt, kann auch ganz schön belastend sein und somit doch irgendwie Einfluss auf das Bild nehmen.
Ich muss natürlich auch sagen das ich für zum Beispiel Portrait-Fotos, oder im Bereich Peoplefotografie nicht mit der s90 arbeite, sondern dann natürlich gerne meine „Große“ raussuche und einen vernünftigen Aufsteckblitz oder mehr verwende.
Es kommt halt immer auf den Einsatzzweck an. Ich glaube aber das für viele, von Hobbyfotografen gemachte Fotos, eine Kompaktkamera ausreichen würde und das sich der Mensch hinter der Kamera in manchen Situationen auch wohler fühlen könnte.
Das Fazit für mich … Hab einfach Spaß am Bild, egal welche Kamera gerade zur Hand ist. Eine Kompaktkamera kann (noch) keine (D)SLR ersetzen, aber sie kann dem Menschen hinter der Kamera eine gewisse Freiheit geben, eine wunderbare Ergänzung sein, oder, wie bei mir, eine andere Sicht auf das wunderbare Hobby Fotografie eröffnen.